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28. Mai 2017 Reiner Braun – Stopp Air Base Ramstein

Am 28. Mai hatten wir Reiner Braun vom Koordinierungskreis Stopp Air Base Ramstein zu Gast

Heute fand ein sehr interessanter Politfrühschoppen mit Reiner Braun in Kamenz zum Thema “ Stopp Ramstein – Keinen Drohnenkrieg“ statt. Seit 15 Jahren werden alle militärischen Drohneneinsätze von der Air Base in Ramstein koordiniert und durchgeführt. Ca. 80 % der Drohnenopfer sind Zivilisten. Mittlerweile gibt es über 20000 Drohnenopfer weltweit. Drohnen-Export-Weltmeister ist Israel, gefolgt von den USA, Russland und China. „Von deutschem Boden werden Woche für Woche Drohnen über die Relaisstation in Ramstein zu ihren Zielen in Jemen, Afghanistan, Somalia, Irak, Libyen geschickt und die Bundesregierung schaut weg.“ (Reiner Braun; Stopp Ramstein; April 2017) „Wenn die Bundesregierung weiterhin tatenlos zuschaut, macht sie sich der Beihilfe zum Verstoß gegen das Völkerrecht schuldig! Von deutschem Boden darf kein Krieg mehr ausgehen“, auch keine Kriegseinsätze! (Alexander Ulrich; Stopp Ramstein; April 2017) Deshalb ist es wichtig, dass viele Menschen in Deutschland, Europa, Amerika, weltweit für Frieden und Abrüstung kämpfen. „Wir wissen, das Handeln von vielen kann Berge versetzen, kann versteinerte Strukturen sprengen, kann Systeme zum Einsturz bringen.“ (Reiner Braun; Stopp Ramstein; April 2017) Deshalb werdet „Aktiv für den Frieden – Stopp Ramstein“!
www.ramstein-kampagne.eu

Autorin: Marion Junge

Den Vortrag von Reiner Braun ( ca. 40 Minuten ) können Sie hier noch einmal nachhören.

 

Ein Kommentar von Reinhard Kärbsch zum Kamenzer politischer Frühschoppen mit Reiner Braun am 28. Mai 2017
Stopp Air Base Ramstein – Keinen Drohnenkrieg

Kriegssysteme zum Einsturz bringen

Von Reinhard Kärbsch

Nimmermüde kämpft er mit den Friedensbewegten gegen den Krieg und für den Frieden, der Reiner Braun. Weil sich das Verhältnis immer noch nicht der Picasso-Friedenstaube zuneigt, hatten ihn die Organisatoren von der Partei DIE LINKE jetzt das zweite Mal eingeladen. Am 28. Mai spricht der Journalist und Friedensaktivist zum 213. Kamenzer politischen Frühschoppen über „Stopp Air Base Ramstein – Keinen Drohnenkrieg“. Am 29. März 2015 zum 195. Schoppen sandte er schon einen Hilferuf aus: „Die Welt befindet sich im Krieg. Und wo ist die Friedensbewegung?“ Wieder wirbt er fürs Mitmachen bei den 20 Interessenten: Vom 8. bis 10. September veranstaltet das Aktionsbüro Ramstein Kampagne verschiedene Protest- und Aufklärungsaktivitäten an der Air Base im schönen Bundesland Rheinland Pfalz. Auf neue Art und für die ganze Familie. Mit Künstlern wie Dieter Hallervorden sowie mit internationaler Konferenz. Etwas Friedenstheorie muss natürlich immer sein, eingeschlossen eine harte Auseinandersetzung mit nicht hinnehmbaren Ansichten. Eine solche wird von Braun der Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Verteidigung, zugeordnet: Drohnen seien besser als Krieg. Was natürlich Unfug ist. Und Braun sagt, dass Ramstein so etwas wie ein Symbolort des Friedenskampfes geworden sei. 2015 begannen hier die Proteste mit 1 500 Teilnehmern, informiert er. Wegen der Ungeheuerlichkeiten, die sich hier konzentrieren auf der größten Militärbasis der USA außer Landes. Die Zahl der Militärangehörigen und Zivilangestellten soll sich über der 30 000-Marke bewegen. Er nennt einige davon:

– Ramstein ist ein zentrales Drehkreuz für die Vorbereitung und Durchführung  völkerrechtswidriger  Angriffskriege – auf dem Balkan, im Irak, in Afghanistan, in Libyen sowie für Operationen an den  Westgrenzen Russlands.

– Ramstein beherbergt eine der Steuerzentralen für den Einsatz der Kampfdrohnen in weltweiten und  illegalen Kriegseinsätzen, in der etwa 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Staaten Irak, Afghanistan,  Somalia, Jemen und Pakistan „tätig“ sind.

– Ramstein ist Standort für Komponenten des US-Raketenabwehrschildes. Eine Befehlszentrale ist hier in das  AIRCOM, das Hauptquartier aller Nato-Luftwaffen, integriert.

– In Ramstein befindet sich die Einsatzzentrale für die in Europa stationierten US-Atomwaffen, auch die im  Standort Büchel. (Hier ist das Taktische Luftwaffengeschwader 33 der Bundeswehr stationiert, um  Jagdbomberpiloten im Rahmen der nuklearen Teilhabe auszubilden – d.A.)

– In Ramstein und Umgebung sind Drohnen und zahlreiche Munitionslager stationiert.

– In Ramstein unterhält die NSA (National Security Agency – Nationale Sicherheitsbehörde) eine  Bespitzelungs- und Abhörzentrale.

– Die BRD beteiligt sich mit 1,2 Milliarden Euro an den Stationierungskosten.

Braun sieht darin Beweis, dass sehr wohl von deutschem Boden Kriege ausgehen können, weil die Aktivitäten der USA wie der Nato nicht unterbunden, sondern sogar unterstützt werden – auch mit Bundeswehrsoldaten vor Ort.
In den genannten Septembertagen sollen insbesondere die politischen Forderungen der Ramstein Kampagne einer größeren Öffentlichkeit als bisher bekannt gemacht werden. Diese sind insbesondere:
– Ende aller Drohneneinsätze und Schließung der Relaisstation;
– Schließung der Air Base in einem längeren Prozess, verbunden mit einer umfassenden Konversion;
– Kündigung des Stationierungsabkommens mit den USA durch die Bundesregierung, das formal 2018 ausläuft.

Mit dem Thema Drohnen berührt Braun in Kamenz einen sich rasch entwickelten Bereich des modernen Militärwesens. Er informiert über historische Entwicklungen seit 1931, die vermutete aktuelle Zahl, die zwischen sieben- und achttausend Stück liegen soll, die Aufgaben, die von Überwachung bis Töten reichen, die Tötungsbilanzen durch die USA und Israel. Fachleute sprechen von bisher 4 000 bis 10 000 Toten, zu 80 Prozent vorwiegend Zivilisten, seit US-Präsident George Bush 2002 den ersten Befehl zum Drohneneinsatz gab. 825 Palästinenser habe die Regierung Israels bisher töten lassen – mit selbst produzierten Flugkörpern. Längst bauten auch Russland, China und Großbritannien solche Geschosse. Braun hält diese Technologie als bestimmend für die nächsten 50 Jahre.

In einer für die Ramstein-Aktion werbenden Zeitung, Reiner Braun zeigt sich auch hier verantwortlich, heißt es unter anderem etwas holprig: „Wir wissen, das Handeln von vielen kann Berge versetzen, kann versteinerte Strukturen, kann Systeme zum Einsturz bringen, kann grundsätzliche aber auch kleine Veränderungen erzwingen.“
Das diesmal eher geringzahlige Kamenzer Publikum interessiert sich für Reaktionen wie Denkweisen der Bevölkerung von Ramstein und Umgebung angesichts der offensichtlich deutlichen Bedrohungen und Belastungen. Es fragt nach Konversion und den völkerrechtlichen wie anderen gesetzlichen Grundlagen für das Betreiben einer solchen Einrichtung mit ihren militärischen Aktivitäten. Es will wissen, wie es mit Mitkämpfern und Bündnispartnern bestellt ist.
Braun gibt sachkundig und ausgiebig Auskunft: Denkweisen, insbesondere gegenüber den Amerikanern, änderten sich nur in langen Zeiträumen. Die positiven Bekundungen gegenüber den amerikanischen Streitkräften als Beschützer und Freunde der Westdeutschen aus den 1950er Jahren seien bis heute präsent. Veränderungen im Bewusstsein seien durchaus feststellbar, von einem Durchbruch könne man nicht sprechen.

Umfangreich seien die Maßnahmen der Konversion in Rheinland Pfalz  gewesen. Sie hielten bis heute an. Ab 1992 hätte ein entsprechender Stab der Regierung zugearbeitet. Als Beispiele nennt Braun den Flughafen Hahn und die Nutzung von Gebäuden durch die Karlsruher Universität. (Im Internet sind weit über 100 geschlossene US-Militäreinrichtungen für Rheinland Pfalz aufgeführt – d.A.) Man bemühe sich insgesamt in vier Bereichen – im Ausbau des allgemeinen Tourismus und insbesondere für ältere Menschen, in der Schaffung eines internationalen Wissenschaftspotenzials und in der Beseitigung militärischer Schadstoffe und Hinterlassenschaften.

Die Rechtsfragen seien eindeutig geklärt: Der Zwei-plus-vier-Vertrag verschaffte Deutschland die volle Souveränität. Auf dieser Basis existieren die Stationierungsverträge. Deshalb müssen sich ausländische Streitkräfte und ihre Angehörigen an die Gesetze der BRD halten. Nichts passiert ohne Zustimmung der Bundesrepublik. Kritisch zu hinterfragen wäre allerdings der praktische Umgang mit dem grundlegenden Prinzip des Grundgesetzes Artikel 26, dass von Deutschland kein Krieg ausgehen darf.

Bezüglich der Verbündeten in der Friedensfrage zeigt sich der Aktivist Braun nicht gerade euphorisch. Große Stücke hält er auf Christian Ströbele, Bundestagsabgeordneter der Grünen, aber nicht auf seine Partei insgesamt. Auf ein paar außerparlamentarische Kräfte von früher könne man sich noch verlassen, auf Gewerkschaften mehr als auf die SPD. Richtig gut sei die Umweltbewegung. Er spüre in jüngster Zeit zwar insgesamt eine Zunahme der Aktivitäten, aber er wisse um den steinigen Weg. Ein aktuelles, verbindendes Thema sollte das Verhindern der von Nato-Gremien beschlossenen Zwei-Prozent-Marke für Verteidigungsausgaben der Mitgliedsländer sein. Basis dafür ist das jeweilige Bruttoinlandsprodukt. Erreicht solle das 2024 sein. Der amerikanische Präsident Donald Trump wollte das eher realisiert haben, konnte sich aber auf dem jüngsten Nato-Gipfel nicht durchsetzen. Bis 2024 seien das für die Bundesrepublik 70 Milliarden Euro zusätzlich, so Braun.

Und die LINKE? Er wünsche sich hier durchgehende Verantwortlichkeiten von der Führung bis hin zur Basis. Sozusagen auf jeder Ebene Friedensverantwortliche, um den Friedenskampf im Leben der Partei fester zu verankern.

Übrigens, von Kamenz bis Ramstein Air Base sind es 636 Kilometer. Fast alles auf der BAB 4. Friedensfahrt im September?

Email: info@ramstein-kampagne.eu

Web: www.ramstein-kampagne.eu

 

 

26. März 2017 Prof. Karl Döring – Der Stahlleuchtturm in Eisenhüttenstadt

Am 26. März 2017 hatten wir Professor Karl Döring bei uns zu Gast.

Prof. Döhring war von 1979 bis 1985 stellvertretender Minister der DDR für Erzbergbau, Metallurgie und Kali. Von 1985 bis 1990 leitete er als Generaldirektor das VEB Bandstahlkombinat ( Hauptsitz Eisenhüttenstadt). Nach der Umwandlung in die EKO Stahl AG  war er von 1990 bis 1995 deren Vorstandsvorsitzender und bis 2000 Geschäftsführer Technik der EKO Stahl GmbH.

Als Vorstandsvorsitzender der EKO Stahl AG war er entscheidend daran beteiligt, das Unternehmen erfolgreich zu privatisieren und vor der Zerschlagung zu retten. Damit sicherte er in Eisenhüttenstadt tausende Arbeitsplätze.

Professor Döring teilte seinen Vortrag, in dem er auch Teile aus seinem Buch ( EKO Stahl für die DDR – Stahl für die Welt ) vorlas, in 3 Teile.

Der erste Teil handelte von seiner Arbeit als stellvertretender Minister, Generaldirektor des Kombinates und als Vorstandsvorsitzender der EKO Stahl AG.

Dem zweiten Teil gab er den Titel “ Wie war das eigentlich mit der Stasi“.

Im dritten Teil verlas er den Epilog seines oben genannten Buches.
Hier erklärt er noch einmal, warum er dieses Buch geschrieben hat und zitierte dazu die von ihm hoch verehrte Christa Wolf  mit folgenden Worten: „Ich verhehle meine Furcht nicht, dass in dem Vakuum, das durch Desorientierung entsteht, die Dämonisierung des unbekannten Wesens DDR weiter um sich greift, die teils mit Bedacht, teils aus Mangel an Kenntnissen in vollem Gange ist. (…) Der Ansturm der Ereignisse hat die Differenzierungsfähigkeit überrannt. Wir müssen auf Konkretheit bestehen und aufpassen, dass uns nicht das Leben genommen wird, das wir wirklich geführt haben, und uns statt dessen ein verzerrtes Phantom untergeschoben wird.“ ( Wolf, Christa: Auf dem Weg nach Tabou, Texte 1990-1994, Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1994 )

Er zieht eine Bilanz seines Lebens, sagt wo er die Gründe für das Scheitern des Sozialismus in den Farben der DDR sieht und warum dem Kapitalismus nicht die Zukunft gehören wird.

“ Die Welt wird sich einen neuen Sozialismus schaffen“   – Seite unbekannt- da Kindle 😉

 

Die gesamte Veranstaltung können Sie hier noch einmal nach hören. Die Fragen und Kommentare unserer Zuhörer wurden von mir “ sinngemäß mit eigenen Worten“ nachgesprochen.

 

 

Wikipedia
Bei uns war nichts Marode“ Interview mit Evely Finger in Zeit Online am 8. Oktober 2015

Informationen auf www.kombinatsdirektoren.de
Geschichte des EKO Ein Leben für Eisen und Stahl  Märkische allgemeine Zeitung online 

Buchtip: Karl Döring:  EKO Stahl für die DDR – Stahl für die Welt : Kombinatsdirektor und Stahlmanager – eine Autobiographie
Herausgegeben von Rohnstock Biografien edition berolina

 

22. Januar 2017 Martin Delius – Die Macht der neuen Medien

 

Am 22. Januar 2017 hatten wir mit Martin Delius einen ehemaligen Abgeordneten der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus zu Gast. Martin Delius engagiert sich heute in der Partei DIE LINKE.

Nachdem er seinen Werdegang bei der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus geschildert  und seine Gründe für den Wechsel zur Partei DIE LINKE erläutert hat, ging er vor allem auf die notwendige Digitalpolitik der Linken ein. Die Linke muss auch hier die Eigentumsfrage stellen! Die Infrastruktur des Internet gehört  großen privaten Unternehmen. Diese Infrastruktur sollte Gemeineigentum werden, um allen Bürgern und Unternehmen einen gleichberechtigten und barrierefreien Zugang zu ermöglichen.

Gegenwärtig beherrschen große Unternehmen aus den USA wie Google, Amazon oder Facebook große Teile der Infrastruktur des Internet. Auch wenn es bisher kaum Probleme bereitet, so ist diese Entwicklung doch nicht gut für das Netz, für die Bürger und Unternehmen, die darauf angewiesen sind. Ein eigenes deutsches oder europäisches Internet ist aber auch keine Lösung  (China praktiziert genau das), weil wir den freien Austausch in einem weltweitem Netz für alle wollen.

Weitere Themen seines Vortrages waren die Vorratsdatenspeicherung, der Überwachungsstaat (siehe die Enthüllungen von Edward Snowden – seit ca. 25 Jahren läuft mit zunehmender Intensität eine vollständige Überwachung der Menschen im Netz) und die Möglichkeiten mit Hilfe des Internet die Transparenz und die aktive Teilnahme in der Politik zu erhöhen.

Audiobeitrag des Vortrages von Martin Delius

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weiterführende Links

www.martindelius.de
www.dielinke-netzpolitik.de
www.netzpolitik.org 
https://logbuch-netzpolitik.de  ( ein interessanter Podcast zur Netzpolitik
mit Tim Pritlove und Linus Neumann)

 

 

30. Oktober 2016 Frau Jana Endel vom Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz – Wölfe in Sachsen – Zusammenleben mit einem großen Rückkehrer

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Am 30 Oktober hatten wir mit Jana Endel vom Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz eine kompetente Referentin zum Thema „Wölfe in Sachsen“ zu Gast.
Ca. 60 Besucher fanden für dieses Thema den Weg in das Kamenzer Stadttheater.

In ihrem Vortrag spannte Frau Endel den Bogen von den Aufgaben des Kontaktbüros über die Lebensweise der Wölfe bis zur aktuelle Situation der Wölfe in Sachsen. Dabei ging sie auch auf die Probleme im Spannungsfeld zwischen Naturschutz ( Jagdverbot ) und den Interessen der Tierhalter und Jäger ein.

In der anschließend teils kontrovers geführten Diskussion ( von fast 200 Jahre haben wir gut ohne Wölfe gelebt bis zur Sympathie für die Rückkehr der Wölfe ) überwog doch die Skepsis. Tierhalter sorgen sich um ihre Tiere, Jäger sehen den Wolf als Konkurrenten und manche Menschen haben einfach Angst vor dem Wolf ( hat ja schließlich auch die Großmutter und Rotkäppchen gefressen, sagt man  ).

Frau Endel versuchte in der Diskussion mit sachlichen Argumenten diese Befürchtungen zu zerstreuen. Sachargumente gegen Emotionen – das ist nicht immer einfach!

Hier noch einige weiterführende Links zum Thema

Wikipedia

Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz hier gibt es auch eine Broschüre des Kontaktbüros für Jäger, Förster und Tierhalter als PDF Datei.

NABU-Naturschutzbund Deutschland e.V.

Autor: Hanne

 

 

25. September 2016 Victor Grossmann Clinton gegen Trump Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA

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Am 8. November 2016 wird der 58. Präsident oder die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Neben den beiden Favoriten  Hillary Clinton ( Demokratische Partei ) und Donald Trump ( Republikanische Partei )  stehen auch noch , von den Medien kaum beachtet, Jill Stein ( Grüne Partei ) und Gary E. Johnson ( Libertäre Partei ) zur Wahl.

Der amerikanische Publizist Victor Grossman desertierte 1952 von der US Army und lebte seitdem in der DDR und später in der BRD. Er diskutierte mit uns über den aktuellen Wahlkampf in den USA und wofür die Kandidaten stehen. Den beiden Favoriten Clinton und Trump steht er sehr kritisch gegenüber.

Ausführlich ging Victor Grossman auf die erfolgreiche Wahlkampagne von Bernie Sanders
( Demokratische Partei ), der vor allem bei jungen Menschen sehr gut ankam und die Kandidatur von Jill Stein ein.
Anders als in Deutschland sind die Grünen in den USA eine linke Partei.

In der Audiodatei können sie den Vortrag von Victor Grossman ( ca. 40 Minuten ) in voller Länge hören.

Von Victor Grossmann erschienen bisher unter anderem folgende Bücher ( Quelle Wikipedia Deutschland)

Audiobeitrag des Vortrages von Victor Grossman

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26. Juni 2016 Volker Külow zur kritischen Neuausgabe von Lenins Schrift “ Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“

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Am 26. Juni 2016 konnten wir zum 207. Kamenzer Politfrühschoppen Volker Külow bei uns begrüßen.

Volker Külow hat gemeinsam mit Wladislaw Hedeler eine kritische Neuausgabe von Lenins Schrift “ Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ herausgegeben.
Das Buch mit Essays von Dietmar Dath und Christoph Türcke ist im Verlag 8.mai erschienen.

Das Buch enthält neben Lenins Schrift die beiden oben aufgeführten Essays, den Beitrag von Wladislaw Hedeler und Volker Külow zur Entstehung und Veröffentlichung von Lenins Werk sowie einen umfangreichen Anhang.

In seinem Vortrag gab Volker Külow uns einen Einblick in die Entstehungsgeschichte von Lenins Imperialismusschrift und in die Arbeit zur Herausgabe des Buches durch Wladislaw Hedeler und ihn.

Im Anschluss gab es es eine rege und teils kontroverse Diskussion mit den 35 Besuchern der Veranstaltung über Lenins Schrift sowie ihre Bedeutung in der damaligen Zeit und in der Gegenwart.

Audiobeitrag des Vortrages von Volker Külow

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29. Mai 2016 Frau Sarah Ninette Kaliga Vorstandsvorsitzende von SODI Solidaritätsdienst International e.V.

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Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker ( Che Guevara )

Am 29. Mai 2016 konnten wir zum 206. Kamenzer Politfrühschoppen die Vorstandsvorsitzende von SODI Solidaritätsdienst International e.V. , Frau Sarah Ninette Kaliga bei uns begrüßen.

20 Besucher fanden an einem sehr warmen Sonntag den Weg ins Kamenzer Stadttheater, um von Frau Kaliga mehr über die Arbeit des Solidaritätsdienstes, dem Rechtsnachfolger des Solidaritätskommitees der DDR zu erfahren.

In ihren Ausführungen zeichnete Frau Kaliga den Weg vom Solidaritätskommitee der DDR zum heutigen Verein SODI nach und stellte viele interessante Projekte des Vereins vor.
Großen Wert legte sie dabei auf die Feststellung, das  SODI  seit 1994 jedes Jahr das DZI Spendensiegel bekommt.

Der Hauptschwerpunkt der Vereinsarbeit sind nach wie vor Projekte in Vietnam. Von der Minenräumung und Neuansiedlungen von Dörfern auf den geräumten Gebieten bis hin zu Frauenprojekten und Projekten zur Unterstützung von durch Agent Orange ( ein chemischer Kampfstoff, den die USA während des Vietnamkrieges großflächig zur Entlaubung des Dschungels einsetzten) geschädigten Menschen.
Viele  Projekte gibt es auch in Mosambik ( Seife statt Armut ), in Kongo (nachhaltiger Kaffeeanbau), in Indien ( Unterstützung einer Teekooperative ), in Belarus ( Unterstützung strahlengeschädigter Kinder infolge der Tschernobyl Katastrophe) und in vielen anderen Ländern.

Diese Projekte sollen nicht nur helfen die Not zu lindern, sondern den Menschen eine Perspektive in ihrer Heimat geben.

Im Anschluß beantwortete Frau Kaliga bereitwillig zahlreiche Fragen der Besucher, von denen einige langjährige  Unterstützer des Vereins sind.

Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins und zur Möglichkeit ihn in seiner wichtigen Arbeit zu unterstützen finden sie auf der Homepage des Vereins.

www.sodi.de

Zur Zeit ist ihm Lichthof des Kamenzer Rathauses eine Ausstellung des Vereins zu besichtigen.

Auch hier lohnt sich ein Besuch.

 

Hilfe zur Selbsthilfe  – ELSTERWELLE

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Interview von Elsterwelle mit Jens Fichte. Veröffentlicht auf You Tube am 14.06.2016

 

Audiobeitrag des Vortrages von Frau Kaliga

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Autor: Hanne

24. April 2016 Buchlesung mit Alexander Cern

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„Ich heiße Europa“ – Ein politisches Reisebuch

Am 24.04.2016 konnten wir zum Politfrühschoppen in Kamenz Alexander Cern mit seinem Buch „Ich heiße Europa – Ein politisches Reisebuch“  zu einer Lesung begrüßen. Circa 30 Besucher verfolgten aufmerksam die sehr interessante Lesung.

„Ich heiße Europa“ ist ein sehr politisches Buch. Basierend auf der griechischen Mythologie und unseren Beziehungen zu Gott werden die geschichtlichen und aktuellen politischen Positionen in unserer Welt behandelt.
Es geht um Gier, Macht, Neid, Völlerei und wie zügelt man den Stier, den alles fressenden Kapitalismus.
Sehr oft wird uns auch der Spiegel vors Gesicht gehalten.

Aus diesem Buch kann auch jeder vieles für sich selbst mitnehmen und über seine Handlungen nachdenken.
Mitunter erschrickt man ein wenig – bin ich das jetzt?

Im Anschluss an die Lesung fand eine rege Diskussion statt.
So kam es zu Fragen wie, wo steht Europa heute und wie wird die Entwicklung weitergehen?
Ist das heutige Europa mit seinen Problemen, der Entsolidarisierung und den gegenwärtigen Machtkämpfen der europäischen Staaten auf dem richtigen Weg?

Ein interessanter Vormittag, der die Besucher zum Nachdenken anregte.

Das Buch „Ich heiße Europa“ ist im eckesieben Verlag erschienen und im Buchhandel für 18,00 € zu beziehen.

Dies ist einmal eine lohnende Geldanlage.

Autor: JF

Hier der Link zum Verlag

Homepage des eckesieben Verlages

20. März 2016 Dr. Andre Hahn

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Geheimdienste im Licht

Forum mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. André Hahn: Geheimdienste außer Kontrolle – ein Insider berichtet!

Am 20. März 2016 hatten wir den Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE Dr. Andre Hahn bei uns zu Gast.
Andre Hahn ist stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste und stellvertretendes Mitglied im NSA Untersuchungsausschuss.

Andre Hahn beschrieb die Arbeit des Parlamentarischen Kontrollgremiums und zeigte auf, wie schwer es ist, Geheimdienste parlamentarisch zu kontrollieren. Ausführlich ging er auf die Arbeit im NSA Untersuchungsausschuss ein. Dieser Ausschuss, der einmalig in der Welt ist, befasst sich mit der weltweiten Bespitzelung durch den US amerikanischen Geheimdienst NSA und ihre Auswirkungen auf Deutschland.
Der Umfang dieser weltweiten Bespitzelung ist erst durch die Enthüllungen von Edward Snowden bekannt geworden.

Das Fazit von Andre Hahn:
Geheimdienste gehören abgeschafft!  Da das aber unter den gegenwärtigen Regierungen nicht erreichbar ist, müssen sie wenigstens so streng wie möglich von den Parlamenten kontrolliert werden.

Im Anschluss beantwortete Andre Hahn Fragen aus dem Publikum

Hier einige weiterführende Links

Homepage von Dr. Andre Hahn
Deutscher Bundestag  Dr. Andre Hahn
Netzpolitik.org

 

 

 

28. Februar 2016 Karin Leukefeld

Der Konflikt in Syrien      Ursachen – aktuelle Situation – Perspektiven

Vor vollem Saal ( wir hatten 105 Gäste und mussten alles an Stühlen zusammentragen, was wir finden konnten ) diskutierte Karin Leukefeld mit uns über den nun schon 5 Jahre anhaltenden Krieg in Syrien. Frau Leukefeld bezeichnet diesen Krieg nicht als Bürgerkrieg, da er zu einem Stellvertreterkrieg der Regionalmächte und der Weltmächte geworden ist. Leidtragend sind die Menschen in Syrien.

Ihr Schicksal nahm den größten Teil von Frau Leukefelds Ausführungen ein. Sie zeigte an Hand von Bildern und eigenen Erlebnissen, wie die Menschen versuchen unter den Bedingungen dieses barbarischen Krieges, der inzwischen über 250.000 Menschen das Leben gekostet hat, miteinander weiter zu leben.

Frau Leukefeld arbeitete danach die Interessen der Weltmächte ( USA, Russland und Westeuropa) und der Regionalmächte ( Türkei, Saudi Arabien, Katar und Iran ) in diesem Krieg heraus und schlug dann den Bogen zur aktuellen Flüchtlingskrise.

Frau Leukefeld ist eine der wenigen Journalistinnen und Journalisten die in Damaskus akkreditiert sind und direkt aus dem Land berichten.

Hier noch einige weiterführende Links:

Webseite von Karin Leukefeld 
KenFM im Gespräch mit Karin Leukefeld
Interview mit Karin Leukefeld auf den Nachdenkseiten
Rede auf dem Solidaritätsbasar in Bremen am 26. November 2015

Autor: Hanne