Archiv für den Monat: März 2018

Nächste Veranstaltung am 29. April 2018, um 10 Uhr, Stadttheater Kamenz

Noch immer ein Sprengsatz – Eine Hommage an Karl Marx zu seinem 200. Geburtstag

So viel Marx wie heute gab es noch nie.

Spätestens seit der Finanzkrise ab 2007 verbreitet der globalisierte Kapitalismus der Gegenwart Angst und Schrecken. Und noch immer liefert der bärtige Meisterdenker aus Trier die besten Erklärungen für jene gesellschaftlichen Mechanismen, die auch im 21. Jahrhundert zu einem großen Teil unser Schicksal bestimmen.
Dazu zählt im Zeitalter von Artensterben und Klimawandel auch das angespannte, vom Profitstreben geprägte Verhältnis zwischen Mensch und Natur, das immer mehr zur Zerstörung der letzteren führt. Aber auch andere Teile des Marx’schen Werkes erleben eine wahre Renaissance.
Es ist kein Zufall, dass im Vorfeld des 200. Marx-Geburtstages am 5. Mai 2018 eine Vielzahl neuer Literatur über ihn erschienen ist. Darüber hinaus kommen wir mit jedem neuen Band der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) dem großen theoretischen Erbe ein Stück näher. Es lohnt sich also, wieder etwas genauer auf dieses Riesenwerk zu schauen, das weniger ein Steinbruch – sondern richtig gelesen – immer noch ein Sprengsatz ist. 

Vortrag und Diskussion mit Dr. Volker Külow findet am Sonntag, den 29. April 2018, von 10-12 Uhr, in den Vereinsräumen des Stadttheaters Kamenz, Pulsnitzer Str. 11 statt. Wir laden herzlich zum Kamenzer Politfrühschoppen ein.

25. März 2018 Sören Pellmann

Wo der rote Bär steppt

Sören Pellmann ist Mitglied des Deutschen Bundestages – Fraktion DIE LINKE.

 

Eine kleine politische Sensation hat am 25. März ihren Weg nach Kamenz gefunden. Der frisch gebackene Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann, der in der Woche zuvor seine erste Rede im Bundestag gehalten hatte, war zu Gast beim Kamenzer Politfrühschoppen. Er war der erste Linke, der in Sachsen ein Direktmandat errang. Den Zuhörern erzählte er von der langfristigen Planung seines Wahlkampfes, den ersten Gesprächen in der Gartenlaube im Januar bis hin zu dem Wahlabend, der für ihn ein wahres Wechselbad der Gefühle war. Er erzählte von seinem Unterstützerkreis, seinem Maskottchen, dem roten Bären, und den vielen Vor-Ort-Terminen, bei denen er mit den Leipzigern in Kontakt kam. Das alles bewältigte der Lehrer noch neben seiner Arbeit. Er berichtete auch von der eher bescheidenen Unterstützung der Landespartei für seine Direktkandidatur, weil deren Fokus auf den Zweitstimmen lag. Eine wesentliche Rolle spielte auch, dass die Grünen und die Jusos in seinem Wahlkreis sich entschlossen, ihn für die Erststimme zu empfehlen. Am Wahlabend dann schilderte unser Gast nun eine Situation, die sich emotional wie die Wetterlage mehrerer Aprilmonate komprimiert auf wenige Stunden darstellte. Unerwartete Gewinne und Verluste in vielen Wahlbezirken, an deren Ende sein Vorsprung ca. 1.200 Stimmen betrug, hielten ihn bis 1 Uhr auf Trab. Danach übernahmen Presse und Landesvorstand diese Aufgabe, ehe er gegen halb drei Uhr schlafen ging. Denn am nächsten Morgen wollte er ja auch wieder vor seiner Klasse stehen.

Selbiges musste er auch dem Fraktionsvorsitzenden mitteilen, der ihn an einem der folgenden Tage um 10 Uhr nach Berlin einlud, worauf die Sitzung auf den Nachmittag verschoben wurde. Er beschrieb u.a. die aktuellen Auseinandersetzungen in der Fraktion und beantwortete viele Fragen der Zuhörer. Sören Pellmann ist behindertenpolitischer Sprecher der linken Bundestagsfraktion. Er arbeitet im Schul-, Sport- und Petitionsausschuss mit. Im Resümee muss man sagen, dass der Bundestag in ihm ein kompetentes und engagiertes Mitglied gefunden hat, das auch sicher wieder einmal seinen Weg nach Kamenz finden wird.

Autor: Jens Dietzmann

 

Den Vortrag von Sören Pellmann ( ca. 50 Minuten) können sie hier noch einmal nachhören

Nächste Veranstaltung am 25. März 2018, um 10 Uhr, im Stadttheater Kamenz

Der rote Bär in Berlin

Am 25. März 2018 begrüßen wir den linken Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann aus Leipzig

Es war eine Sensation, die am 24. September 2017 überregional für Schlagzeilen sorgte. Bei den Bundestagwahlen gewinnt Sören Pellmann bundesweit das einzige Direktmandat für DIE LINKE jenseits von Berlin. Damit setzt Leipzig ein rotes Stoppsignal gegen den gesellschaftlichen Rechtsdrall in Sachsen. Über die Gründe dieses Erfolges ist im Nachgang viel gerätselt worden. Gern berichtet der Förderschullehrer über seinen fulminanten Wahlkampf mit seinem Maskottchen „roter Bär“ im letzten Jahr. Wichtiger als die Rückschau ist für Sören Pellmann aber der Blick nach vorn. Die Linkspartei steht vor enormen Herausforderungen, denen sich auch der frisch gebackene Bundestagsabgeordnete stellen muss. Über die ersten Monate in Berlin und seine neuen Aufgaben im Politikbetrieb der Hauptstadt möchte er mit uns gern ins Gespräch kommen.

25. Februar 2018 Ellen Schernikau

Ellen Schernikau hat aus dem Buch ihres Sohnes Ronald M. Schernikau “ Irene Binz. Befragung“ gelesen.

Beitrag wird nachgereicht.

Für die Fotos bedanken wir uns bei Reinhard Kärbsch

 

Die Lesung von Ellen Schernikau ( ca. 50 Minuten) können Sie hier noch einmal nachhören.
Leider bricht die Aufnahme wegen einer technischen Panne nach 50 Minuten kurz vor Schluss ab.