27. Mai 2018 Prof. Dr. Karl Döring

Russland gestern und heute

Am 27. Mai 2018 hatten wir bereits zum zweiten Mal Prof. Dr. Karl Döring bei uns zu Gast.  Prof. Döring liegt besonders das Thema „Russland“ am Herzen. Er ist tief beunruhigt über die gegenwärtig sich verschlechternden Beziehungen Westeuropas zu Russland. Er hat in seiner Jugend in Russland Eisenhüttenkunde studiert und ist seitdem beruflich und privat eng mit Russland verbunden. Prof. Döring war Generaldirektor des VEB Bandstahlkombinates und nach 1990 Vorstandsvorsitzender der EKO Stahl AG Eisenhüttenstadt.

In seinem Vortrag brachte er seine tiefe Besorgnis über die sich rapide verschlechternden Beziehungen Westeuropas zu Russland zum Ausdruck, die bis an den Rand der militärischen Konfrontation gehen.
Prof. Döring spannte den Bogen von den letzten Jahren der Sowjetunion bis zu den Jahren nach Gorbatschow und der Zeit unter Jelzin. Ausführlich ging er auf die aktuelle und durchaus widersprüchliche Situation im heutigen Russland ein.

 

 

Den Vortrag von Prof. Döring können sie hier noch einmal hören

 

Autor: Hanne

Nächste Veranstaltung am 27. Mai 2018 , um 10 Uhr im Stadttheater Kamenz.

Am 27. Mai haben wir Prof. Dr. Karl Döring zu Gast

Sein Thema: Russland gestern und heute

Professor Döring ist zum zweiten Mal bei uns zu Gast. Am 26. März 2017 las er aus seinem Buch „Der Stahlleuchtturm in Eisenhüttenstadt“.

Er studierte von 1955 bis 1962 Eisenhüttenkunde in Moskau und ist seitdem beruflich und privat mit Russland eng verbunden. Professor Döring wird sich nach einem kurzen Rückblick auf die letzten Jahre der Sowjetunion vor allem auf die Jahre nach Gorbatschow und die aktuelle, durchaus auch widersprüchliche Entwicklung Russlands konzentrieren.

Heute wird, nach einer kurzen Phase der Entspannung, von westlichen Politikern und den Medien wieder kräftig am Feindbild Russland und dem superbösen Putin gearbeitet. Man hat den Eindruck, das die Russen im Augenblick an allem schuld sind. Die Spannungen zwischen „dem Westen“ und Russland nehmen seit Jahren wieder zu. Auch auf militärischem Gebiet wird mit allen Säbeln gerasselt, die man finden kann. Auch den Atomaren.

Sachliche und fundierte Informationen über die Entwicklung und die Interessen Russlands wird uns Professor Döring am 27. Mai vortragen.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr in den Vereinsräumen des Kamenzer Stadttheaters. Alle am Thema Interessierten sind herzlich eingeladen mit uns zu diskutieren. Der Eintritt ist frei.

 

29. April 2018 Dr. Volker Külow

Noch immer ein Sprengsatz – Eine Hommage an Karl Marx zu seinem 200. Geburtstag

Am 29. April 2018 hatten wir zum zweiten mal  Dr. Volker Külow zu Gast bei unserem politischen Frühschoppen. Am 26. Juni 2016 diskutierte er mit uns über eine kritische Neuausgabe von Lenins Schrift  „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“

Dieses Mal führte der 200. Geburtstag von Karl Marx Dr. Volker Külow zu uns nach Kamenz. Mit einem sehr engagierten Vortrag brachte er uns den großen deutschen Ökonomen und Philosophen näher. Er stellte verschiedene Biografien vor und berichtete über den Stand der großen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA).
Der erste Versuch die MEGA in der Sowjetunion herauszugeben, wurde von Stalin 1935 beendet. Viele mitwirkende Wissenschaftler wurden später hingerichtet. Von dieser Ausgabe sind insgesamt 14 Bände erschienen.
Seit 1960 wurde in der Sowjetunion und der DDR an der zweiten Ausgabe der MEGA gearbeitet.
Bis 1992 erschienen im Dietz Verlag 40 Bände. Seit 1990 wird die MEGA von der internationalen Marx-Engels-Stiftung IMES in Amsterdam herausgegeben ( Quelle Wikipedia)
Von den geplanten 114 Bände sind bisher 62 erschienen. An ihnen arbeiten Wissenschaftler aus aller Welt. Weiter Informationen zur Geschichte und Entwicklung der MEGA können sie hier nachlesen (http://mega.bbaw.de/projektbeschreibung).

Autor: Hanne

 

Den Vortrag von Dr. Volker Külow ( ca. 50 Minuten) können sie hier noch einmal anhören.

 

 

Nächste Veranstaltung am 29. April 2018, um 10 Uhr, Stadttheater Kamenz

Noch immer ein Sprengsatz – Eine Hommage an Karl Marx zu seinem 200. Geburtstag

So viel Marx wie heute gab es noch nie.

Spätestens seit der Finanzkrise ab 2007 verbreitet der globalisierte Kapitalismus der Gegenwart Angst und Schrecken. Und noch immer liefert der bärtige Meisterdenker aus Trier die besten Erklärungen für jene gesellschaftlichen Mechanismen, die auch im 21. Jahrhundert zu einem großen Teil unser Schicksal bestimmen.
Dazu zählt im Zeitalter von Artensterben und Klimawandel auch das angespannte, vom Profitstreben geprägte Verhältnis zwischen Mensch und Natur, das immer mehr zur Zerstörung der letzteren führt. Aber auch andere Teile des Marx’schen Werkes erleben eine wahre Renaissance.
Es ist kein Zufall, dass im Vorfeld des 200. Marx-Geburtstages am 5. Mai 2018 eine Vielzahl neuer Literatur über ihn erschienen ist. Darüber hinaus kommen wir mit jedem neuen Band der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) dem großen theoretischen Erbe ein Stück näher. Es lohnt sich also, wieder etwas genauer auf dieses Riesenwerk zu schauen, das weniger ein Steinbruch – sondern richtig gelesen – immer noch ein Sprengsatz ist. 

Vortrag und Diskussion mit Dr. Volker Külow findet am Sonntag, den 29. April 2018, von 10-12 Uhr, in den Vereinsräumen des Stadttheaters Kamenz, Pulsnitzer Str. 11 statt. Wir laden herzlich zum Kamenzer Politfrühschoppen ein.

25. März 2018 Sören Pellmann

Wo der rote Bär steppt

Sören Pellmann ist Mitglied des Deutschen Bundestages – Fraktion DIE LINKE.

 

Eine kleine politische Sensation hat am 25. März ihren Weg nach Kamenz gefunden. Der frisch gebackene Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann, der in der Woche zuvor seine erste Rede im Bundestag gehalten hatte, war zu Gast beim Kamenzer Politfrühschoppen. Er war der erste Linke, der in Sachsen ein Direktmandat errang. Den Zuhörern erzählte er von der langfristigen Planung seines Wahlkampfes, den ersten Gesprächen in der Gartenlaube im Januar bis hin zu dem Wahlabend, der für ihn ein wahres Wechselbad der Gefühle war. Er erzählte von seinem Unterstützerkreis, seinem Maskottchen, dem roten Bären, und den vielen Vor-Ort-Terminen, bei denen er mit den Leipzigern in Kontakt kam. Das alles bewältigte der Lehrer noch neben seiner Arbeit. Er berichtete auch von der eher bescheidenen Unterstützung der Landespartei für seine Direktkandidatur, weil deren Fokus auf den Zweitstimmen lag. Eine wesentliche Rolle spielte auch, dass die Grünen und die Jusos in seinem Wahlkreis sich entschlossen, ihn für die Erststimme zu empfehlen. Am Wahlabend dann schilderte unser Gast nun eine Situation, die sich emotional wie die Wetterlage mehrerer Aprilmonate komprimiert auf wenige Stunden darstellte. Unerwartete Gewinne und Verluste in vielen Wahlbezirken, an deren Ende sein Vorsprung ca. 1.200 Stimmen betrug, hielten ihn bis 1 Uhr auf Trab. Danach übernahmen Presse und Landesvorstand diese Aufgabe, ehe er gegen halb drei Uhr schlafen ging. Denn am nächsten Morgen wollte er ja auch wieder vor seiner Klasse stehen.

Selbiges musste er auch dem Fraktionsvorsitzenden mitteilen, der ihn an einem der folgenden Tage um 10 Uhr nach Berlin einlud, worauf die Sitzung auf den Nachmittag verschoben wurde. Er beschrieb u.a. die aktuellen Auseinandersetzungen in der Fraktion und beantwortete viele Fragen der Zuhörer. Sören Pellmann ist behindertenpolitischer Sprecher der linken Bundestagsfraktion. Er arbeitet im Schul-, Sport- und Petitionsausschuss mit. Im Resümee muss man sagen, dass der Bundestag in ihm ein kompetentes und engagiertes Mitglied gefunden hat, das auch sicher wieder einmal seinen Weg nach Kamenz finden wird.

Autor: Jens Dietzmann

 

Den Vortrag von Sören Pellmann ( ca. 50 Minuten) können sie hier noch einmal nachhören

Nächste Veranstaltung am 25. März 2018, um 10 Uhr, im Stadttheater Kamenz

Der rote Bär in Berlin

Am 25. März 2018 begrüßen wir den linken Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann aus Leipzig

Es war eine Sensation, die am 24. September 2017 überregional für Schlagzeilen sorgte. Bei den Bundestagwahlen gewinnt Sören Pellmann bundesweit das einzige Direktmandat für DIE LINKE jenseits von Berlin. Damit setzt Leipzig ein rotes Stoppsignal gegen den gesellschaftlichen Rechtsdrall in Sachsen. Über die Gründe dieses Erfolges ist im Nachgang viel gerätselt worden. Gern berichtet der Förderschullehrer über seinen fulminanten Wahlkampf mit seinem Maskottchen „roter Bär“ im letzten Jahr. Wichtiger als die Rückschau ist für Sören Pellmann aber der Blick nach vorn. Die Linkspartei steht vor enormen Herausforderungen, denen sich auch der frisch gebackene Bundestagsabgeordnete stellen muss. Über die ersten Monate in Berlin und seine neuen Aufgaben im Politikbetrieb der Hauptstadt möchte er mit uns gern ins Gespräch kommen.

25. Februar 2018 Ellen Schernikau

Ellen Schernikau hat aus dem Buch ihres Sohnes Ronald M. Schernikau “ Irene Binz. Befragung“ gelesen.

Beitrag wird nachgereicht.

Für die Fotos bedanken wir uns bei Reinhard Kärbsch

 

Die Lesung von Ellen Schernikau ( ca. 50 Minuten) können Sie hier noch einmal nachhören.
Leider bricht die Aufnahme wegen einer technischen Panne nach 50 Minuten kurz vor Schluss ab.

Nächste Veranstaltung am 25. Februar 2018, um 10 Uhr, im Stadttheater Kamenz

Am 25. Februar haben wir Ellen Schernikau  bei uns zu Gast.

Sie liest aus dem Buch ihres Sohnes Ronald M. Schernkau “ Irene Binz. Befragung“

Einen ungewöhnlichen Lebensweg hat die Schriftstellerin Ellen Schernikau hinter sich. Im Kofferraum eines Autos, quasi als Diplomatengepäck, verließ sie 1966 die DDR, um mit ihrer großen Liebe zusammenzuleben. Die überzeugte Kommunistin musste dann feststellen, dass diese sich mittlerweile zum Nazi entwickelt hatte. Später kehrte sie wieder in die DDR zurück. Aus ihrem bewegten Leben erzählt ihr Werk „Ausreise West, Rückreise Ost“, dass sie am 25. Februar im Stadttheater beim Kamenzer Politfrühschoppen der LINKEN vorstellt. Die Veranstaltung beginnt 10 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.politfruehschoppen.de.

28. Januar 2018 Cornelia Falken Bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

Gute Bildung für alle – Sachsen braucht eine Bildungsoffensive!

 

Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft eines Landes. Dies wird in Sonntagsreden immer wieder betont. Allerdings lässt die gegenwärtige Situation in Sachsen nicht zwingend darauf schließen, dass sich diese Einsicht in der Landesregierung in den letzten Jahren durchgesetzt hat. Schulsterben auf dem Land, Lehrermangel und Ausfallstunden prägen das Bild der sächsischen Schullandschaft in einem inakzeptablen Maß. Seit über einem Jahrzehnt weist die Linke in der Opposition auf die Lage hin, stellt Anträge, Anfragen und erstellt Gesetzesentwürfe.

Die bildungspolitische Sprecherin der Linken im Sächsischen Landtag Cornelia Falken ist seit über 10 Jahren in Bildungsfragen im Freistaat Sachsen unterwegs. Am 28. Januar war sie beim 217. Kamenzer Politfrühschoppen zu Gast und stellte ihre Ansätze linker Bildungspolitik vor. Als Lehrerin, Gewerkschaftlerin und Mitglied im Lehrerpersonalrat Leipzigs ist sie nicht nur Fachpolitikerin, sondern zweifellos auch Fachfrau. Dem interessierten Publikum stellte sie wichtige aktuelle Schwerpunkte linker Bildungspolitik in Sachsen vor.

Zusammen mit dem Verein „Gemeinsam länger lernen in Sachsen“ e.V. strengt die Linke eine Volksabstimmung an, die es Schulen in Zukunft ermöglichen soll, sich für ein gemeinsames Lernen bis zur 8. Klasse zu entscheiden. Da die CDU im Land die Hürden für ein solches Verfahren sehr hoch gelegt hat, ist das eine Kraftanstrengung, die nur im breiten Bündnis zu schultern ist.

Cornelia Falken sprach sich auch für einen Ausbau der Lehrerausbildung aus. Schon jetzt kann sie kaum die altersbedingten Verluste in der Lehrerschaft ausgleichen. Durch die Sparzwänge an den Universitäten gibt es zu wenige Studienplätze. Hier muss das Land mehr Mittel zur Verfügung stellen. Mit einem hohen Numerus clausus und einer Abbrecherquote von ca. 40% wird bei der gegenwärtigen Lage keine Verbesserung erzielt. Die Anzahl der ausscheidenden Lehrer in den nächsten Jahren wird damit nicht ansatzweise kompensiert, geschweige denn die dringend notwendige Verbesserung erzielt.

Das aktuell größte Problem, der Lehrermangel, war dann auch ein zentrales Thema, das die Bildungspolitikerin in vielen Facetten beleuchtete. Beispielsweise stellte sie klar, dass die Quereinsteiger nicht die Lösung sein können. Sie würden oft ins kalte Wasser geworfen und erhalten nicht die notwendige Unterstützung und Ausbildung. Dem entsprechend steigen auch viele wieder aus.

Der Idee der Verbeamtung zog sie gleich an mehreren Stellen die Zähne: Von den derzeit ca. 32.000 Lehrern in Sachsen kämen aktuell nur etwa 4.000 überhaupt für eine Verbeamtung in Frage. Das hängt mit Altersgrenzen, schulartfremdem Einsatz und dem Unwillen der Staatsregierung zusammen, Lehrer*innen mit DDR-Ausbildung in ein Beamtenverhältnis zu übernehmen. Letztere sind es übrigens, die in den letzten Jahren weitestgehend unter hoher persönlicher Belastung das Schulsystem in Sachsen stützten, das die Landesregierung in eine solche Situation brachte.

Auch dem Argument, dass man Beamten ja vorschreiben könne, wo sie ihren Dienst tun sollen, also beispielsweise als Lehrer auf dem Land, stellte Cornelia Falken etwas entgegen. Das ginge nämlich nur ein einziges Mal in deren Dienstleben. Zudem lehnt sich die Beamtenbesoldung an den öffentlichen Dienst an. Als Beamter in Bayers verdient man dann immer noch mehr als der sächsische Beamte in gleicher Position. So wird man keine Lehrer für Sachsen gewinnen.

Nur eine deutliche Aufwertung des Berufes, auch in finanzieller Hinsicht, kann Sachsen am Ende die Lehrer sichern, die es braucht. Ohne diese sind die Zukunftsaufgaben des Bildungssystems nicht zu meistern. Integration und Inklusion brauchen Lehrkräfte, die diese auch wirklich schultern können. Der Umbau zu einem modernen Schulsystem ist in Sachsen aber mit der sächsischen CDU nicht machbar! Diese hat schon das Bestehende in Existenznot gebracht. Die Probleme hat DIE LINKE seit über 10 Jahren im Sächsischen Landtag thematisiert und Lösungsvorschläge eingebracht. Danke, liebe Conny, für dein unermüdliches Engagement für „Gute Bildung für alle“!

Autor: Jens Dietzmann

 

Den Vortrag von Cornelia Falken ( ca. 42 Minuten) können sie hier noch einmal hören.

 

 

 

Nächste Veranstaltung am 28. Januar 2018, um 10 Uhr, im Stadttheater Kamenz

 

Am 28. Januar haben wir Cornelia Falken, die Bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, zu Gast

Ihr Thema „Zukunft Bildung in Sachsen“  

 

Sachsen braucht eine Bildungsoffensive. Gute Bildung beginnt schon in der Kita. In den ersten Lebensjahren wird der Grundstein für erfolgreiches Lernen gelegt. Gute Schule ist darauf bedacht, alle Kinder und Jugendlichen mitzunehmen und bestmöglichen Bildungsabschluss zu erreichen. Wir fordern deshalb längeres gemeinsames Lernen und eine andere Schul- und Lernkultur in Sachsen.

Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 10 Uhr im Stadttheater Kamenz, Pulsnitzer Str. 11. Wir laden dazu herzlich ein.